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Die Zigartte wirkt noch nach. Mein dickes Gesicht spiegelt sich auf meinem Bildschirm. Nicht grade sonnenfreundlich mein Laptop. Und trotzdem sitz ich bei diesem Wetter draußen und beobachte die Katze da unten am Teich, die sich nicht sicher ist, ob sie wirklich in das Rohr schlüpfen soll. Die Sonne scheint, aber richtig warm ist sie um diese Uhrzeit noch nicht. Kommt bestimmt noch. Ich liebe meinen Balkon. Die Ruhe hier draußen. Eigentlich wollte ich zum Sport. Aber das muss warten.Wie oft kommt es schon vor, dass man an solchen Tagen frei hat. Eine ganze Spätdienstwoche wartet auf mich. Mit Wochenende.
Jetzt spüre ich die Wärme. Richtig heiß wird es. Ab und zu ein kühler Wind. Traumhaft.
Was ist passiert in letzter Zeit. Klar. Stress hat man immer mal. Eine Sorge bin ich los. Ich bleibe in meiner Wohnung. Ich liebe sie einfach. Die schlimmste Sorge ist die Arbeit. Aber auch das werd ich irgendwie schaffen. Schacka.
Heut früh hab ich meine Bank und meinen Tisch hochgeholt. Ich sitze also sehr bequem. Sogar zum liegen ist sie groß genug.
Heut genieß ich einfach den Tag. Ohne Stress. Ohne Sorgen. Soweit das möglich ist. Raus muss ich eh nochmal. Vielleicht kommt dann auch die Motivation zum Sport wieder. Aber morgen geh ich so oder so. Ohne wenn und aber.
Bis dahin. Chillen. Gute Nacht
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Guten Tag. Die Welt liegt in Trümmern. Das Buch was ich gerade lese. Ich hab die Unschuld kotzen sehen. Traumatisierend. Krank. Schockierend. Trotzdem interessant und auf grausame Weise wahr. Zeigt die Schattenseiten dieser Gesellschaft in der wir leben.
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Das also dazu.
Gestern Abend war mal wieder einer dieser traurigen Abende. Ich freue mich also seit Monaten auf die Verfilmung von Marley & Ich. Das Buch, das meinen Hund darstellt und mich immer wieder in Erinnerungen schweifen lässt. Gestern also das ganze auf der Leinwand. Schon vorher wusste ich nicht, inwiefern mir dieser Film ein schlechtes Gewissen einreden würde. Aber mir war klar, das der Abend mit Tränen enden würde, egal wie sehr ich mich auch wehrte. Ich hab zwar etwas mehr von dem Film erwartet, aber am Ende war er doch ganz nahegehend. Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Auch wenn es nur ein Film ist, diese Leute schaffen es mit einem psychopathischen Hund 14 Jahre lang klar zu kommen und nebenbei noch 3 Kinder großzuziehen. Sicher. Ein Film. Da schafft man alles. Aber der Film basiert auf einer wahren Geschichte, also schenk ich dem ganzen doch mehr Glauben als ich will.
Am Ende stirbt Marley. Auch das wusste ich. Und dann kamen die Tränen. Aber nicht wegen Marley. Keira lag da plötzlich auf dem OP-Tisch. Das alles war zuviel. Keira wird dieses Jahr 2 Jahre alt. Und wenn ich daran denke, das mindestens noch 10 folgen, dann kann ich nicht aufhören mir Vorwürfe zu machen. In 10 Jahren bin ich 31. Wie sieht mein Leben dann aus? Ich schwanke noch immer zwischen Keira in Hönow oder Keira in Luckau. Aber diese Idee muss ich mir ganz schnell aus dem Kopf schlagen.
Dann kam der Hunger. Döner. Nein Danke. Zuhause angekommen, Pizzaservice seit 3 Stunden schon zu. Und dann bäckt er mir mitten in der Nacht noch ein ganzes Blech Pizza. Ich hatte Mühe, meine Augen diese anderthalb Stunden Zubereitungszeit aufzuhalten. Aber ich habs geschafft. Und sie war soo lecker. 2 Stückchen gegessen, und dann sind wir in den wohlverdienten Schlaf gesunken.
Gestern hab ich wieder eine wichtige Entscheidung getroffen. Nun bin ich wieder ruhiger. Kann wieder weiterdenken und mach mir selbst keinen Stress.. Und damit sich an dieser Situation nichts ändert, werd ich jetzt in mein Bettchen steigen. Ohne Schnuppi, dafür mit einem Lächeln im Gesicht.